Vancouver Island: einfach toll hier!

Wir sind zurück in Kanada, empfangen von einem der typischen Symbole, die man in den Totempfählen findet: dem Frosch.


Aber der Reihe nach: Freitag ging es los. Morgens mit dem Auto an allen Staus vorbei zum ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn. Schon vorher hatte ich erfahren, dass der Zug 20 Minuten Verspätung hatte. Also sind wir entsprechend losgefahren und warteten nun auf das Eintreffen. Bei der Einfahrt dachte ich noch über den Qualm und Gestank, den die Bremsen verursachten. Doch schnell war klar, dass dies alles andere als normal war und der Zug nicht weiterfahren konnte. Alle Reisenden aufgeschreckt, denn der eine oder andere war in ähnlicher Zwangslage, wie wir. Der Flieger würde nicht auf uns warten. Wir also auf dem Bahnsteig gewartet, nächster Zug sollte hier abfahren. Gut, konnte so nicht funktionieren, aber Infos gab es zunächst keine. Dann fuhr die nächte Möglichkeit im Bahnhof ein. Welches Gleis, würde er warten, sollen wir hin? Hat geklappt, wir waren rechtzeitig am Flughafen in Frankfurt, dem Abflug stand nichts mehr im Wege.

Nach gut 10 Stunden und 9 Stunden zurück in der eigenen Zeit, trafen wir in Vancouver ein. Die Immigration dauerte länger, als in den USA, obwohl hier in Kanada keine Fingerabdrücke und keine Fotos erstellt werden. Dafür war die Mietwagenübernahme ein Klax und schnell befanden wir uns auf dem Wege zur Übernachtung in ein Motel in der Nähe der Fähre, die uns Samstagmorgen nach Swartz Bay auf Vancouver Island bringen sollte. Glücklicherweise gelingt einem die Zeitumstellung in Richtung Westen immer sehr gut. Man geht spät ins Bett, kommt gut früh raus und so legten wir schon um 09.00 Uhr von Tsawwassen ab, um die laut Reiseführern attraktivste Fährverbindung zu nutzen.


Das Wetter spielte mit und die Überfahrt war das erste wunderbare Highlight dieses Kanada-Urlaubs. Vancouver Island sind viele kleinere und größere Inseln im Bereich zwischen Festland und Insel vorgelagert, so dass sich die doch relativ große Fähre einen Weg durch die enge scherenähnliche Landschaft sucht. Die Nähe zu diesen Eiländern ist es dann auch, was diese Überfahrt so attraktiv macht und ein Wetterphänomen kam dazu, dass inselnahe Regionen in Nebelschwaden hüllte. Das hat einige wunderbare Fotos ermöglicht. Auch lässt sich in solchen Gegenden ein Wetterwechsel geradezu greifen, aber zumindest am Himmel sehen. Das folgende Bild zeigt dies eindrucksvoll, vor allem durch die Spiegelung der himmlischen Ereignisse auf der Wasseroberfläche.


95 Minuten später ware wir also zum zweiten Mal auf diesem beeindruckenden Stück Natur im Pazifik und damit im Westen Kanadas. In Ruhe fuhren wir über eine ausgewiesene Scenic-Road auf der Saanich-Peninsula nach Victoria, der aus unserer Sicht wirklich schönsten Stadt, die wir bisher kennenlernen durften. Und wir waren kritisch: Waren wir bei unserem ersten Besuch nicht zu euphorisch? Immerhin ist Victoria gegenüber anderen Megastädten einfach klein und beschaulich. Aber dies ist hier eindeutig eine Tugend. Und davon berichte ich das nächste Mal. 

26.9.11 17:51

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